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Zeittafel
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Zeittafel

1226 
Graf Diethelm I. vermacht Burg und Stadt Wil dem Kloster St. Gallen. 
1266 
Abt Berchtold von Falkenstein empfängt im Hof den Grafen und späteren König Rudolf von Habsburg zu einem Friedensschluss. 
 
 



1482 
Abt Ulrich Rösch aus Wangen im Allgäu gibt dem Hof seine heutige äussere Form und bedeckt ihn mit einem mächtigen Walmdach. 
1529 
Während der Reformation nimmt der Zürcher Schirmhauptmann mit seinem Gefolge Wohnsitz im Hof. 
16. Jh. 
Die Fürstäbte Diethelm Blarer von Wartensee, Otmar Kunz aus Wil und Joachim Opser aus Wil bauen den Hof im Stile eines Renaissance-Schlosses aus, lassen Säle errichten und Wandmalereien anfertigen. 
1647 
Im Hof zu Wil beschliessen die 13 Alten Orte und ihre Zugewandten eine gemeinsame Wehrordnung, das Defensionale von Wil. 
17./18. Jh. 
Die Äbte der Barockzeit verkleinern die Säle ihrer Vorgänger und statten viele Räume mit Stukkaturen aus. 
1805 
Das Kloster St. Gallen wird aufgehoben, der Hof kommt in die Liquidationsmasse. 
1810 
Die Bürgergemeinde Wil kauft den Hof, versteigert ihn kurz darauf aber wieder. Baron Wirz à Rudenz-Grüebler erwirbt den Hof und richtet 1815 eine Brauerei mit Wirtschaft ein. 
 
 



1867 
Theodor Diem aus Ravensburg erwirbt den Hof und betreibt darin eine florierende Brauerei 
1911 
Hof und Brauerei gehen in den Besitz der Brauerfamilie Stiefel über. 
1978 
Der Hof zu Wil wird unter Bundesschutz gestellt. 
1983 
Die Brauerei Hürlimann, Zürich, wird alleinige Aktionärin der Brauerei Hof AG, legt die Brauerei still und gründet 1984 die Hof Getränke Dienst AG. 
1988 
Die Bürgerschaft der Stadt Wil stimmt in einer Urnenabstimmung der Errichtung einer Stiftung zu und widmet ihr ein Stiftungskapital von 5 Millionen Franken, sofern Dritte innerhalb von zwei Jahren Zuwendungen von mindestens 4 Millionen Franken zusichern. 
1990 
Die Zuwendungen von Dritten haben 4 Millionen Franken überschritten. Die Politische Gemeinde Wil errichtet die Stiftung Hof zu Wil. Die Stiftung erwirbt den Hof und seine Nebengebäude. Der Hof wird von den Organen der Eidgenössischen Denkmalpflege als Baudenkmal von nationaler Bedeutung eingestuft. 
1993 
Die Bürgerschaft der Stadt Wil stimmt einem Baubeitrag von 6 Millionen Franken an die 1. Bauetappe der Hof-Restaurierung zu. Der approximative Kostenvoranschlag für die 1. Bauetappe lautet auf 20,5 Millionen Franken. 
1994 
Mit dem Abbruch der Liegenschaft Warteck werden im November die Bauarbeiten in Angriff genommen. 
1998 
Ende März findet die Wiedereröffnung des Hofs zu Wil statt. 
2000 
Im Dezember wird Eröffnung des Hofauditoriums gefeiert. 
2005 
Im November erfolgt die Baueingabe für die 2. Bauetappe. Vorgesehen hauptsächlich ist die Sanierung des Turmgevierts, des ehemaligen Wohn- und Wehrturms der Grafen von Toggenburg, sowie der Umbau des ehemaligen Brauhauses in die neue Stadtbibliothek. 
2006 
Im März erteilt die Stadt Wil die Baubewilligung für das Projekt einer 2. Bauetappe. 
2008 
Im März ist symbolischer Spatenstich und Baubeginn für die 2. Bauetappe 
2010 
Die neuen Hofteile werden anfangs Februar feierlich eröffnet. 
 
 

"Der Hof zu Wil ist im Kunstdenkmälerbestand des Kantons St. Gallen ein kapitales Bauwerk. Die in Szene zu setzende Restaurierung ist – nach dem Stiftsbezirk St. Gallen, den Klöstern Pfäfers und Mariaberg in Rorschach – die aufwendigste denkmalpflegerische Aufgabe im Kanton. Das "Schloss" der Fürstäbte von St. Gallen ist für die geschichtsbewusste Äbtestadt Wil eine Verpflichtung, für den Kanton St. Gallen als Erben des äbtischen Territorialstaates eine Verbindlichkeit und für die Eidgenossen, deren Verbündeter der Abt bis 1798 war, eine Ehrensache."

Auszug aus dem Bericht vom 10. Dezember 1992 der Konsulten der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege: Dr. Bernhard Anderes, Rapperswil, und Dr. Josef Grünenfelder, Cham.

 

 




Wil von Süden – unbekannter Zeichner (Ausschnitt),
Zentralbibliothek Zürich